Der Begleiter, der zuhört und Dinge erledigt.
Ein Gerät ohne Bildschirm für ältere Menschen.
Ein Brief an Heimleitungen und Betreiber.
Ich schreibe das hier, weil wir Anu nur gemeinsam mit Häusern wie Ihrem bauen können.
Sie wissen besser als ich, wie knapp die Zeit auf den Wohnbereichen ist. Für ein Gespräch bleibt dann oft keine, obwohl Ihr Team es gern führen würde. So vergeht mancher Tag, ohne dass jemand in Ruhe fragt, wie es einem geht.
Anu ist ein kleines Gerät im Zimmer. Es hat keinen Bildschirm. Wer etwas sagen will, spricht einfach los. Anu meldet sich auch von selbst, fragt, wie der Tag war, und merkt sich, was erzählt wird, etwa den Namen der Enkelin oder wie es früher auf dem Hof war. Beim nächsten Mal weiß es das noch. Es erinnert an den Anruf der Familie und liest auch mal vor.
Gerade bringen wir Anu bei, auch Dinge zu erledigen: eine Nachricht an die Tochter schicken, einen Termin eintragen, nachschauen, was heute im Haus los ist. Bevor Anu etwas tut, soll es nachfragen.
Ob Anu einmal einer Pflegekraft oder der Familie Bescheid geben kann, wenn jemand anders wirkt als sonst, wissen wir noch nicht. Falls ja, dann nur mit Wissen der Bewohnerin oder des Bewohners. Wer Bescheid bekommt, legen wir vorher mit Ihnen fest, damit es nicht nachts an einer einzelnen Pflegekraft hängen bleibt. Im Notfall bleibt alles, wie es bei Ihnen heute läuft.
Anu steht in einem Zimmer, in dem jemand zu Hause ist. Was dort gesagt wird, gehört dieser Person. Bevor wir anfangen, sprechen wir mit jeder Bewohnerin und jedem Bewohner darüber, wann Anu zuhört und was es sich merkt. Wer nicht möchte, bleibt ohne Anu. Wer zugestimmt hat und es sich anders überlegt, kann das jederzeit sagen. Die Daten bleiben in Europa.
Anu ist noch in der Entwicklung, die ersten Piloten kommen erst. Am meisten interessiert uns, ob die Menschen auch nach Wochen noch von selbst mit Anu reden. Das lässt sich nur in einem echten Haus herausfinden, über acht Wochen und mit fünf bis zehn Menschen. Den Aufbau übernehmen wir, und außer zwei Terminen soll Ihr Team damit keine Arbeit haben.
Anu ist kein Medizinprodukt und stellt keine Diagnosen. Eine Ärztin, eine Pflegekraft oder einen Besuch ersetzt es nicht.
Wenn Sie mir sagen, was in Ihrem Haus fehlt, fangen wir dort an.
Paul Goth
Gründer, Anu
Was Anu ist.
Kein Bildschirm.
Man muss nichts lernen und spricht einfach los.
Anu spricht zuerst.
Es fragt, wie der Tag war, und liest auch mal vor.
Anu merkt sich, was erzählt wird.
Die Namen der Enkel, die Geschichten von früher.
Die Familie bleibt nah.
Anu erinnert an den Anruf mit der Familie.
Für Angehörige.
Anu ersetzt keine Pflegekraft.
Und keinen Besuch.
Für die Stunden, in denen keine Zeit zum Reden bleibt.
Muss meine Mutter mitmachen?
Anu kommt nur ins Zimmer, wenn sie einverstanden ist. Sie kann es sich jederzeit anders überlegen.
Was sehe ich als Angehörige oder Angehöriger?
Wie die Woche war. Und nur, wenn Ihre Mutter oder Ihr Vater das möchte.
Was passiert mit dem, was gesagt wird?
Es bleibt in Europa. Nichts wird weitergegeben oder verkauft. Keine Werbung.
Mit wem kann ich sprechen?
Wir antworten innerhalb von zwei Werktagen, persönlich.
Sicher, freiwillig, in Europa.
- Server in der EU
- Nur mit Einwilligung
- Keine Weitergabe
- DSGVO, EU-KI-Verordnung
Fragen von Heimleitungen.
Anu in Kürze
Anu ist ein Gerät ohne Bildschirm für das Zimmer, zuerst für ältere Menschen im Pflegeheim in Deutschland. Es fragt von sich aus nach dem Tag, merkt sich, was erzählt wird, und hilft, mit der Familie in Verbindung zu bleiben. Hilfe bei Alltagsaufgaben ist im Aufbau. Ob die Gespräche künftig auch Pflegekräften und Familien Hinweise geben können, wird gemeinsam mit Einrichtungen untersucht. Anu ist noch in der Entwicklung und kein Medizinprodukt. Daten werden nur in der EU verarbeitet. Anu ist das erste Produkt von semperum. Gründer ist Paul Goth. Diese Website betreibt die Stellar GmbH aus Cham in der Schweiz.
Ersetzt Anu Pflegekräfte oder Besuche?
Nein. Die Pflege und die Besuche bleiben, wie sie sind.
Was ändert sich für unsere Pflegekräfte?
Die Pflege bleibt bei Ihrem Team, davon übernimmt Anu nichts. Was sich sonst im Alltag ändert, klären wir im Pilot gemeinsam mit Ihnen.
Was kann Anu, und was kommt noch?
Anu ist dafür gebaut, nach dem Tag zu fragen, sich zu merken, was erzählt wird, vorzulesen und an Anrufe zu erinnern. Hilfe bei Alltagsaufgaben ist im Aufbau: Der Pilot soll mit etwa zehn Aufgaben beginnen, zum Beispiel einer Nachricht an die Familie oder einem Termin. Wenn etwas Folgen für einen Menschen haben könnte, bestätigt vorher immer eine Person. Wer das ist, legen wir vorab mit Ihrem Haus fest, so dass es in Ihren Schichtplan passt und nicht nachts bei einer einzelnen Pflegekraft landet.
Ist Anu ein Notruf?
Nein. Bei akuten Problemen gilt weiter der Notruf Ihres Hauses, so wie heute. Anu ersetzt ihn nicht.
Wird alles aufgenommen?
Das soll nicht so sein. Anu soll in der Regel keine Tonaufnahmen aufbewahren, nur einzelne Erinnerungen fürs nächste Gespräch. Wann Anu zuhört und was es sich merkt, besprechen wir vorher mit jeder Bewohnerin und jedem Bewohner. Alles läuft über Server in der EU.
Soll Anu künftig Hinweise an Pflegekräfte geben?
Das wollen wir herausfinden. Im Alltag gibt es das noch nicht. Wenn es kommt, dann erst nach Prüfung und Freigabe, und der Hinweis geht an einen Menschen: eine Pflegekraft, eine Betreuungsperson oder die Familie. Was daraus folgt, entscheiden Menschen.
Ist Anu ein Medizinprodukt?
Nein. Anu stellt keine Diagnosen und ersetzt keine ärztliche Einschätzung.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Ausschließlich auf Servern in der Europäischen Union. Bevor Anu in Ihrem Haus das erste Mal spricht, schließen wir mit Ihnen einen Datenschutzvertrag (Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO). Daten werden weder weitergegeben noch verkauft.
Wer entscheidet, wer teilnimmt?
Die Einrichtung entscheidet, ob und in welchen Zimmern Anu eingesetzt wird. Ob jemand mitmacht, entscheidet die Bewohnerin oder der Bewohner selbst, oder die Person, die sie rechtlich vertritt. Wer zugestimmt hat, kann es sich jederzeit anders überlegen.
Wie läuft ein Pilot ab?
Ein Erstgespräch von 30 Minuten, die gemeinsame Auswahl von fünf bis zehn Bewohnerinnen und Bewohnern, acht Wochen Testbetrieb und eine gemeinsame Auswertung. Danach entscheiden Sie. Die ersten Piloten stehen noch bevor.
Was kostet ein Pilot?
Die Konditionen besprechen wir im Erstgespräch, zusammen mit der Frage, ob eine Förderung nach § 8 Abs. 8 SGB XI in Frage kommt.
Welcher Aufwand entsteht für unser Personal?
Den Aufbau und die Einrichtung des Geräts übernehmen wir. Für Ihr Team planen wir zwei Termine: die Auswahl der Teilnehmenden zu Beginn und die gemeinsame Auswertung am Ende. Im Alltag soll Anu Ihrem Team keine zusätzlichen Aufgaben machen. Wo doch etwas anfällt, legen wir es vorab mit Ihnen fest.
Gibt es eine Förderung?
Pflegeeinrichtungen können nach § 8 Abs. 8 SGB XI eine Förderung für digitale Anwendungen erhalten. Ob das für einen Einsatz von Anu in Frage kommt, klären wir gern im Erstgespräch.
Sie führen ein Pflegeheim?
Sprechen wir.
Wir sprechen 30 Minuten miteinander, und wenn es passt, richten wir einen Piloten über acht Wochen ein. Angehörige und Pflegekräfte dürfen hier genauso schreiben.
